Ratgeber: So sparen Fahranfänger bei der KFZ-Versicherung

  • 30012015
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    Ein eigenes Auto ist für Jugendliche und junge Erwachsene ein großer Schritt in Richtung Selbstständigkeit. War man in den Jahren zuvor auf öffentliche Verkehrsmittel, Eltern, Geschwister oder Freunde angewiesen, kann man mit einem fahrbaren Untersatz längere Strecken auch auf eigene Faust zurücklegen. Eine bestandene Führerscheinprüfung und Geld für die Tankfüllung sind aber nicht genug, da das Fahrzeug auch versichert sein will. Junge Fahrer werden dabei kräftiger zur Kasse gebeten.

    Clevere Versicherungsnehmer können dennoch sparen. Wir haben im Folgenden einige Spar-Tipps für junge Fahranfänger zusammengestellt.

    Sparen dank der Familie

    Mit über 200 Prozent des Grundtarifs in die KFZ-Versicherung einzusteigen, ist für Jugendliche nicht ungewöhnlich, es stehen aber mehrere Wege offen, dies zu umgehen. Beliebt ist beispielsweise der Trick, nicht selbst als Versicherungsnehmer aufzutreten, sondern das Fahrzeug über Familienmitglieder zu versichern. Dazu gibt es die Möglichkeit, das Auto als Zweitwagen der Eltern oder Großeltern anzumelden oder eine Familienversicherung abzuschließen. In beiden Fällen steigt man dadurch mit niedrigeren Prozenten ein, sollte aber genau auf die Vertragsklauseln achten.

    Ist der Fahrer beispielsweise jünger als 24 Jahre, weigern sich manche Versicherungen bei der Zweitwagenlösung im Fall des Falles die Kosten zu übernehmen. Andere veranschlagen Erst- und Zweitwagen zusammen und lassen die Prozente für beide steigen, wenn einer in einen Unfall verwickelt ist. Einfacher ist die Familienversicherung, bei der manche Anbieter Rabatte vergeben, wenn mehrere KFZ angemeldet werden.

    Beliebte Fahrzeugtypen sind nicht erste Wahl

    Auch die Wahl des Fahrzeugs entscheidet darüber, wie teuer die Haftpflicht ausfällt. Wer sich für einen stark motorisierten Sportwagen entscheidet, muss mit schlechteren Konditionen rechnen, sollte dieser zu einer ungünstigen Typenklasse gehören. Darin werden Fahrzeuge zusammengefasst, die statistisch häufiger in Unfälle verwickelt sind. Gehört der erste eigene Wagen in diese Kategorie, leiten die Versicherungen daraus ein höheres Risiko ab und verlangen mehr Geld.

    Fahranfänger sollten sich deshalb eher für weniger populäre Autotypen entscheiden, um zu sparen. Greift man zu einem älteren Gebrauchtwagen, entlastet man das Konto möglicherweise sogar doppelt. Liegt der Wert unter 1.200 Euro, ist eine Kasko-Versicherung nach Meinung vieler Experten nicht mehr nötig.

    Führerschein in jungen Jahren zahlt sich aus

    Steigt man im Anschluss auf ein neueres Modell um, sinken auch die Kosten für die Assekuranz, weil die Versicherer dank der größeren Erfahrung des Versicherungsnehmers von einem geringeren Risiko ausgehen. Diesen Umstand kann man sich auch anders zunutze machen: Wer die Führerscheinprüfung möglichst früh ablegt, obwohl das eigene Auto noch in weiter Ferne liegt, zahlt später weniger als ein Fahrer, der gerade aus der Fahrschule kommt. Voraussetzung ist allerdings, dass man in der Zwischenzeit tatsächlich Fahrpraxis gesammelt hat.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    30.01.2015
    Tags:
    KFZ-Versicherung, Fahranfänger, Führerschein, Familienversicherung, Zweitwagen, Fahreugklasse

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