Tagesgeld: Dank Inflationsrate noch Realrenditen möglich

  • 04042015
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    In Zeiten des billigen Geldes schießen die Aktienkurse der börsennotierten Unternehmen in den Himmel, während sich das Zinsniveau langsam aber sicher an den absoluten Nullpunkt herantastet. Da die Börse einem großen Teil der Bundesbürger allerdings noch immer wie ein Buch mit sieben Siegeln erscheint, scheuen sie sich, ihr Geld den Märkten zu überlassen und vertrauen indes klassischen Anlageklassen. Anders als es viele Finanzexperten erscheinen lassen, muss dies allerdings nicht schlecht sein, denn auch Tages- und Festgeldkonten bieten unter Umständen noch vergleichsweise ordentliche Renditen.

    Rendite dank sinkender Inflationsrate

    Dass sich die Anlage in Form von Tages- und Festgeldern trotz der üblichen Minimalzinsen für konservative Anleger aktuell dennoch lohnt, liegt vor allem am signifikanten Rückgang der Verbraucherpreise in den letzten Monaten. Somit ist unter anderem der deutliche Absturz des Öl-Preises dafür verantwortlich, dass selbst geringe Zinssätze von 0,8 Prozent auf Tagesgeld respektive 1,2 Prozent auf Festgeldkonten eine, wenn auch magere, Realrendite erwirtschaften.

    Um mit traditionellen Sparanlagen maximale Erträge erzielen zu können, müssen Sparer jedoch einige Aspekte beachten, wie beispielsweise die Geldanlage bei einer reinen Online-Bank. Die Vorteile dieser sogenannten Direktbanken bestehen sowohl durch die meist entfallenden Kontoführungsgebühren für den Sparer, als auch durch die deutlich geringeren Betriebskosten, sodass derartige Institute gegenüber Filialbanken dazu in der Lage sind, dauerhaft höhere Zinssätze zu zahlen.

    Direktbanken belegen Spitzenplätze

    Um Sparern die Suche nach den besten Zinssätzen auf dem Markt zu erleichtern, hat sich das renommierte Wirtschaftsmagazin Focus Money daran begeben, jene Kreditinstitute zu ermitteln, die ihren Kunden im Laufe der vergangenen drei Jahre den höchsten Ertrag im Bereich Tages- und Festgeld garantierten. Als Testsieger erwies sich im Leistungsbereich Tagesgeld das Online-Institut MoneYou, das zur niederländischen Bank ABN Amro gehört und einen dauerhaften Zins von 1,05 Prozent bei quartalsweiser Zinsgutschrift offeriert.

    Tagesgeld-Angebote mit bester Rendite

    Bank Zins für Bestandskunden Zins für Neukunden Mindesteinlage Höchsteinlage
    MoneYou 1,05 Prozent 1,05 Prozent Keine 1 Million Euro
    akf Bank 0,75 Prozent 0,75 Prozent 2.500 Euro 500.000 Euro
    DenizBank 1,00 Prozent 1,00 Prozent 1.000 Euro 500.000 Euro
    Amsterdam Trade Bank 1,05 Prozent 1,05 Prozent Keine 5 Millionen Euro
    Cosmos Direkt 1,05 Prozent 1,05 Prozent 1.000 Euro 1 Million Euro
    Advanzia Bank 1,01 Prozent 1,01 Prozent 5.000 Euro 1 Million Euro
    Audi/Volkswagen Bank 0,40 Prozent 1,10 Prozent Keine Keine
    Akbank 0,80 Prozent 0,80 Prozent Keine 250.000 Euro
    Bank of Scotland 0,50 Prozent 0,50 Prozent Keine 500.000 Euro
    GarantiBank 0,80 Prozent 0,80 Prozent Keine 250.000 Euro

     

    Auf den Plätzen folgen die akf Bank und die DenizBank, die jeweils mit ähnlichen Konditionen aufwarten und eine Einlagensicherung von mindestens 100.000 Euro aufweisen. Auch im Feld der Festgeldanbieter stehen ausschließlich Direktbanken wie die Fidor Bank oder die bereits im Zuge der Tagesgeldkonten erwähnte akf Bank, an der Spitze. Die in München ansässige Fidor Bank bietet ihren Kunden beispielsweise zwischen 1,2 Prozent und 1,45 Prozent im Rahmen einer dreimonatigen respektive zwölfmonatigen Festgeldanlage.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    04.04.2015
    Tags:
    Zinsen, Festgeld, Tagesgeld, Banken, Tagesgeld Vergleich, MoneYou, Akf Bank, Inflationsrate

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